Vorlesung "Wissenschaftliches Arbeiten in der Informatik"

Diese Vorlesung ist der eine Teil des gleichnamigen Moduls im Bachelorstudiengang Informatik; der andere Teil ist ein Proseminar.

Rolle und Aufbau

Aus der Modulbeschreibung

"In der Vorlesung wird in das wissenschaftliche Arbeiten eingeführt. Es werden die grundlegenden Formen der schriftlichen und mündlichen Wissensrepräsentation beschrieben. Es wird erläutert, wie man Texte der Informatik zugänglich schreibt und wie diese Texte gelesen und begutachtet werden. Dazu wird in rechtliche, ethische und philosophische Probleme der Wissenschaften und insbesondere der Informatik eingeführt. Weiter werden Probleme des Genders und der Diversity in der Informatik und in Vorträgen vorgestellt und Lösungsstrategien erörtert."

Termine (Tage, Zeiten und Ort müssen noch festgelegt werden!)

Diese Vorlesung findet in sieben Doppelstunden statt (1 SWS Gesamtumfang). Diese starten jedoch nicht gleich zum Beginn der Vorlesungszeit und enden schon vor dem Ende der Vorlesungszeit.

Di, 09.05.2017 16:00–18:00 Uhr im Hörsaal der Informatik
Di, 16.05.2017 16:00–18:00 Uhr im Hörsaal der Informatik
Di, 23.05.2017 16:00–18:00 Uhr im Hörsaal der Informatik
Di, 30.05.2017 16:00–18:00 Uhr im Hörsaal der Informatik
Di, 06.06.2017 16:00–18:00 Uhr im Hörsaal der Informatik
Di, 13.06.2017 16:00–18:00 Uhr im Hörsaal der Informatik
Di, 20.06.2017 16:00–18:00 Uhr im Hörsaal der Informatik
Di, 27.06.2017 16:00–18:00 Uhr im Hörsaal der Informatik (Zusatztermin im Falle von Verschiebungen -- diesen bitte fest einplanen, er wird benötigt!)

Prüfung?

Der Prüfungsaspekt des Moduls wird im Proseminarteil abgewickelt (Vortrag).
Die aktive Teilnahme wird ebenfalls im Proseminarteil festgestellt (schriftliche Ausarbeitung, Teilnahme an der Diskussion über jeden Vortrag).
Allerdings ist diese Vorlesung, im Gegensatz zu den anderen Vorlesungen im Studiengang, anwesenheitspflichtig (d.h. einmal Fehlen ist erlaubt, mehrmals nicht; RSPO §9).

FAQ

Wann sollte ich die Vorlesung besuchen?

Das Modul "Wissenschaftliches Arbeiten in der Informatik" ist laut Studienordnung einsemestrig. Das ist aber praktisch nur dann richtig, wenn Sie ein Block-Proseminar belegen, das nach der Vorlesungszeit in der vorlesungsfreien Zeit stattfindet. Dann (und nur dann) sollten Sie sich dieses Proseminar aussuchen und damit im eCampus das Modul komplett belegen.

Wer hingegen ein vorlesungszeit-begleitendes Proseminar belegen will, sollte die Vorlesung schon im vorhergehenden Semester (oder auch noch früher) hören. In diesem Fall sollten Sie sich zum Termin der Vorlesung im eCampus schon für das Modul, aber eben nur für die eine seiner beiden Lehrveranstaltungen anmelden: Für die Vorlesung, aber noch nicht für das Proseminar. Eine solche Trennung in zwei echt separate und separat zu besuchende Lehrveranstaltungen gibt es bei unseren übrigen Modulen nicht.

Und in welchem Fachsemester sollte all dies passieren? Siehe dazu die nächste Frage:

Wie viel Vorkenntnisse sind nötig?

Die Veranstaltung benötigt nur wenig Informatikkenntnisse. Es gibt ein paar (wenige) Informatik-fachliche Inhalte, die vielleicht zu schwierig sind, aber das gilt erstens auch in einem höheren Semester noch und ist zweitens nicht schlimm, denn diese Inhalte dienen nur als Beispiele und es geht eigentlich um etwas anderes, das Sie auch schon im zweiten oder dritten Semester problemlos verstehen können sollten.

Wertvoll wäre allerdings, dass sich ins Studium gut genug eingelebt haben, um den Kopf für diese neuen Gedanken etwas frei zu haben.

Kann/sollte ich dies auch als Masterstudent/in besuchen?

Ja. Wer nie eine solche Veranstaltung genossen hat oder genügend viel davon wieder vergessen, kann hier eine sehr gute Vorbereitung oder Begleitung vor allem der Masterarbeit bekommen. Vor allem der ominöse Begriff der "wissenschaftlichen Arbeit" und damit der einzulösende Anspruch werden viel klarer (Einheiten 1+2). Und wer sich die Frage stellt, ob er oder sie eine Promotion anstreben sollte oder nicht, ist an der Antwort jetzt wahrscheinlich dermaßen viel stärker interessiert als im Bachelorstudium, dass sich auch ein erneuter Besuch lohnt (Einheiten 1,2,3,7).

Kann/sollte ich dies auch als Doktorand/in besuchen?

Ja. Wem noch nicht so ganz klar ist, was eigentlich "Forschung" und "Wissenschaft" in einem Ingenieurfach wie der Informatik genau bedeuten, bekommt Antworten in den Einheiten 1,2,3. Und wer sich selbst noch nicht für eine/n vollendete/n Autor/in wissenschaftlicher Artikel (und Dissertationen) hält, bekommt Hinweise in der Einheit 4.

Stoffplan

Bitte die Links in den Folien verfolgen!
Viele der Ziele sind nur aus dem FU-Netz heraus zu erreichen; von außerhalb also VPN benutzen.

  1. Was bedeutet "wissenschaftliches Studium"?
    • Wissenschaftliche Tätigkeit (Modi: Theorie, Konstruktion, Empirie); Wissenschaft (Disziplinen, Ingenieurfach, "Erkenntnisstand"); Ingenieurtätigkeiten; Forschungsthemen-Beispiele (Peer my Proxy; Defect-insertion circumstance analysis);
  2. Was bedeutet "wissenschaftliches Studium"?, Teil 2
    • Wissenschaftliches Studium (Grundwissen, Fertigkeiten, Angewohnheiten, Methodenwissen (Literatursuche))
  3. Wie funktioniert der Wissenschaftsbetrieb?
    • Personen; Organisationen; Finanzierung; Forschungsthemen; Forschungsprozess Veröffentlichungen (Arten, Prozesse, Zitieren, unethische Verhaltensweisen); Sinn von Konferenzen; Zusammenarbeit
    • Artikel Royce70, Erläuterungen dazu
  4. Fortsetzung, denn wir sind erst bis Folie 27 gekommen...
  5. Wie schreibt man einen wissenschaftlichen Text?
    • Qualitätsmerkmale: äußere Form (Layout nach Vorgaben, Zitationsfähig); Ausdrucksweise (Präzise, sachlich und neutral, einfach und klar, logisch korrekt, Titel ist informativ); Inhalt (Abstract fasst Inhalt zusammen, Erläutert Hintergrund, Definiert Kernbegriffe, Benennt Forschungsfragen, Benennt eigene Beiträge, Charakterisiert verwandte Forschungsarbeiten, Erklärt Methodik, Fakten sind korrekt, Behauptungen sind belegt, Relevante Fakten genannt, Schlussfolgerungen nachvollziehbar und vorsichtig).
    • Technik: LaTeX und BibTeX (beispiel.tex; vwiss.bib; beispiel.pdf)
  6. Wie macht man eine wissenschaftliche Präsentation?
    • Mit diversen Videobeispielen. Qualitätsmerkmale (relevant, korrekt, verständlich, interessant, erinnerbar), Ziele; Inhalt (Auswahl, Menge, Strukturierung); Redeweise (Tempo, Ausdrucksweise, Stimmführung)
  7. Wie macht man eine wissenschaftliche Präsentation?, Teil 2
    • Folien (Menge, grafisch oder textuell?, Layoutaspekte); emotionale Relevanz; Beispiele (normaler Folienvortrag; mit vielen Folien; Folien plus interaktive Handschrift; mit interaktiver Animation).
  8. Ist Wissenschaft was für mich?
    • Wiederholung (wissenschaftl. Tätigkeit, Wissenschaft, ingenieurmäßiges Arbeiten); Ausprägung der Arbeitsmodi T, K, E; Wissenschaftlicher Karrierepfad (Promotion, Postdoc-Zeit, Leistungen für Professur: Lehre, Forschung, Management/Verwaltung); Berufsbild: Illustration durch Videostatements

Leifaden für Proseminardurchführung

TO DO.

Siehe auch SeminarRegeln.
Topic revision: r8 - 27 Jun 2017, LutzPrechelt
 
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