Softwareprozesse WS 2013/2014

Dies ist die detaillierte Veranstaltungsseite zur Vorlesung und Übung "Softwareprozesse".

  • Den ersten Übungszettel gibt es in der ersten Vorlesungswoche.
  • Neue Übungsblätter finden sich auf der Webseite der Veranstaltung. Sie werden nicht in Papierform ausgegeben.
    • Die Bearbeitung der Übungsblätter erfolgt in 2er Gruppen
  • Die Übungen beginnen in der zweiten Vorlesungswoche. Die erste Übung findet somit am 21.10.2013 statt.

Beschreibung

Es ist allgemein anerkannt, dass ein guter und ordentlich durchgeführter Prozess eine Voraussetzung dafür ist, ein gutes Softwareprodukt zu erzeugen.

Diese Vorlesung stellt zahlreiche verschiedene Ansätze dafür vor, wie man Softwareprozesse gestalten kann und diskutiert ihre Stärken, Schwächen, Anwendungsbereiche, Voraussetzungen etc.

In diesem Zusammenhang besprechen wir auch die aktuell von der Arbeitsgruppe Software Engineering bearbeiteten Forschungsfragen (die Gelegenheiten für Abschlussarbeiten bieten).

Die Teilnehmenden lernen, die Tauglichkeit gewisser Prozessmerkmale für gegebene Zwecke und Situationen zu beurteilen und erwerben somit die Fähigkeit, Softwareprozesse zu analysieren und sinnvolle Verbesserungen vorzuschlagen.


Organisatorisches

Veranstalter

Voraussetzungen/Zielgruppe, Einordnung, Leistungpunkte etc.

Siehe den Eintrag im KVV.

Die Veranstaltung ist eine Wahlveranstaltung im Masterstudiengang.


Termine und Nachrichten

Siehe den Eintrag im KVV.
  • Klausur: Mo 10.02.14, 11:59-14 Uhr, Hörsaal A, Arnimallee 22
  • Klausureinsicht: Mi 30.04.14, von 16:00 bis mind. 16:30, Raum 051, Takustr. 9
  • Nachklausur: nach Vereinbarung


Prüfungsmodalitäten

Kriterien für den Erwerb der Leistungspunkte sind
  • Aktive Teilnahme an den Übungen: Aktive Mitarbeit in den Übungen & Regelmäßige Bearbeitung der Übungsaufgaben
  • Bestehen der Klausur.
    • Die Klausur dauert 90 Minuten; es gibt 90 Punkte.
    • Sie benötigen einen Studierendenausweis + Personalausweis/Reisepass.
    • Zum Bestehen wird eine Punktzahl ausreichen, die voraussichtlich im Bereich zwischen 28 und 38 liegen wird (ohne Gewähr). Die genaue Schwelle wird erst bei der Korrektur festgelegt.
    • Es sind keine Hilfsmittel zugelassen.

Die Details werden in den Übungsgruppen erläutert. Klausurtermine siehe bei Termine.


Inhalt

Literatur

Die Vorlesung verwendet eine reiche Menge an wissenschaftlicher Literatur. Verweise stehen jeweils in den Foliensätzen. Zum Teil sind dort zitierte Artikel direkt unten im #Stoffplan als PDF zum Herunterladen zugänglich. Der Zugang ist nur aus dem Netz der FU Berlin heraus möglich.

Stoffplan

Die Foliensätze sind in englischer Sprache. The actual slides are in English language.

  1. Einführung:
    Einführung und Überblick
    • Welche Themen kommen in dieser Veranstaltung?; Welche Themen gehörten zur Veranstaltung "Softwaretechnik"?; Welche Bezüge gibt es dazwischen?
    • Übung: JUnit lernen, Durchsichten (PDF, ps_1_junit_4.8.2_src_error.zip)
  2. Merkmale für Prozessgüte:
    CMMI
    • Beschreibungsrahmen für Prozessreifegrade (in 5 Stufen) anhand von 21 Prozessbereichen (mit jeweils spezifischen Zielen) und einigen "generischen Zielen"; Auswirkungen; praktische Hinweise
    • Prozessbereiche: (Stufe 2: Verwaltet): Requirements Mgmt REQM; Project Planning PP; Project Monitoring&Control PMC; Supplier Agreement Mgmt SAM; Measurement and Analysis MA; Process and Product Quality Assurance PPQA; Configuration Mgmt. CM;
      (Stufe 3: Definiert): Req's. Development REQD; Technical Solution TS; Product Integration PI; Verification VER; Validation VAL; Organizational Process Focus OPF; Organizational Process Definition OPD; Organizational Training OT; Integrated Project Mgmt. IPM; Risk Management RSKM; Decision Analysis and Resolution DAR;
      (Stufe 4: Quantitativ verwaltet): Organizational Process Performance OPP; Quantitative Project Mgmt QPM;
      (Stufe 5: Optimierend): Organizational Innovation and Deployment OID; Causal Analysis and Resolution CAR
    • Übung: TDD lernen, Paarprogrammierung (PDF, Problem.pdf)
  3. Merkmale für Prozessreife:
    CMMI (Fortsetzung)
    • Generische Ziele und Praktiken; Stufendarstellung vs. kontinuierliche Darstellung; Resultate/Wirkungen von Prozessverbesserungen gemäß CMMI; Implenentierungstipps
    • Übung: Auswahl und Einarbeitung in ein Open Source Projekt, Eintrag für einzureichenden Patch heraussuchen (PDF)
  4. Und worauf kommt es wirklich an?:
    Ökonomie und Nutzenbewertung in der Softwaretechnik
    • Herkömmliche Sicht: Maximale Qualität zu minimalen Kosten; einige Fakten zu Kosten und Nutzen; Ökonomische Sicht: Maximaler Nutzen zu minimalen Kosten;
    • Value-Based SW Engineering: 1. Nutzenerzielungsanalyse; 2. Beteiligten-Nutzen-Erhebung und -Konfliktauflösung; 3. Geschäftskonzeptanalyse; 4. Laufendes Risiko- und Chancenmanagement; 5. Gleichzeitiges System- und Software-Engineering; 6. Nutzenbasierte Projektüberwachung; 7. Änderungen als Chancen. Modularisierung als Realoption.
    • Übung: Lösungsansatz für Patch entwickeln und mit der Projekt Community diskutieren (PDF)
  5. Quantifizieren:
    Messen und Maße in der Softwaretechnik
    • Measure, measurement, scale type; validity, reliability, precision; product measures (for size, for quality); process measures (for productivity, for process quality); measurement application examples; Goal-Question-Metric (GQM)
    • Übung: Siehe letzte Woche
  6. Prozessdiversität 1a:
    Open-Source-Entwicklungsprozesse
    • Definition; Prozesseigenschaften; Fallstudie Apache httpd; Erfolgsfaktoren (herkömmliche Sicht); Erfolgsfaktoren (ökonomische Sicht); ökonomische Szenarios
    • Übung: Patch implementieren und bei dem OSS Projekt einreichen (PDF)
  7. Prozessdiversität 1b:
    Open-Source-Entwicklungsprozesse (Fortsetzung)
    • Leitungs- und Entscheidungsstrukturen; Teilnehmerrollen und die "OSS-Karriere"; Führungsmodelle (demokratisch, "wohlmeinender Diktator"); OSS-Lizenzmodelle (Basistypen GPL und BSD, andere, Kompabilität); Werkzeuge in OSS-Prozessen; Forschungsthema: Innovationsmanagement in OSS-Projekten
    • Übung: Durchsichten für den eingereichten Patch bekommen und Akzeptanz des Patches durch die Community (PDF)
  8. Prozessdiversität 2:
    Cleanroom Software Engineering
    • Prinzipien; Empirische Ergebnisse; Typische Verfahrensweisen; Entwicklung mittels Schrittweiser Verfeinerung; Statistisches Testen; Cleanroom und CMMI
    • Übung: Metriken/GQM (PDF,BasWei84)
  9. Prozessdiversität 3:
    V-Modell XT
    • Übersicht; Metamodell; Projektdurchführungsstrategien; Einbettung anderer Entwicklungsmodelle; Entscheidungspunkte; Systemzerlegung; Vorgehensbausteine; Projekteigenschaften und Prozesszuschneiden; Rollen; Produktarten; Aktivitäten; Hinweise zur Geschichte; V-Modell und CMMI
    • Übung: Fortsetzung Übung GQM
  10. Mikroprozess 1:
    Fehler und Defekte
    • Fehler, Defekt, Versagen; Empirische Erkenntnisse über Defekte; Attribute und Klassifikation von Fehlern, Defekten, Versagen; Orthogonal defect classification (ODC); Andere Defektklassifizierungen; Defekte durch statische Analyse finden
    • Übung: Fortsetzung Übung GQM
  11. Mikroprozess 2:
    Fehler und Defekte, Teil 2
    • Klassifikation von Fehlern (per Phänotyp, per Genotyp); Reale Beispiele (Videos) von Fehlermomenten und Korrekturmomenten; Lernen Fehler zu vermeiden; Persönlicher Softwareprozess (PSP); Forschung über automatisierte Hilfe auf diesem Gebiet
    • Übung: Cleanroom(PDF)
  12. Leichtgewichtige Prozesse 1:
    Agile Methoden
    • Ziele und Prioritäten in der SW-Entwicklung; Prinzipien von agilen Ansätzen; Häufige Missverständnisse über agile Ansätze; Annahmen von agilen Ansätzen; Balancieren von Risiken (Zu viel vs. zu wenig Planung; XP Planungsspiel; Dokumentation; Einfachheit; Personalfragen); CMMI-Prozessbereiche in agilen Ansätzen
    • Übung: Fortsetzung Übung Cleanroom
  13. Leichtgewichtige Prozesse 2:
    Agile Methoden: Extreme Programming (XP)
    • Grundwerte von XP (Kommunikation, Einfachheit, Feedback, Mut, Respekt); Die XP-Praktiken (XP1 vs. XP2; Zusammen sitzen, vollständiges Team, informativer Arbeitsbereich, Arbeiten mit Energie, Paarprogrammierung, Stories, Wochentakt, Quartalstakt, Freiraum, 10-Minuten-Build, ständige Integration, Test-zuerst-Programmierung, inkrementeller Entwurf); Kritik an XP; Wann man XP (nicht) verwenden sollte; Eine Umfrage unter XP-Benutzern; XP und CMMI
    • Übung: (Wissenschaftliche) Untersuchungen zu XP (PDF, HigCoc01)
  14. Leichtgewichtige Prozesse 3:
    Details zur Paarprogrammierung (PP)
  15. Leichtgewichtige Prozesse 4:
    Andere Agile Methoden
    • Scrum (insbes. daily scrum); Die Crystal-Light-Familie (insbes. Crystal Clear); Feature-Driven Development (FDD); Lean Software Development (Lean SD); Adaptive Software Development (ASD); Rational Unified Process (RUP); Dynamic Systems Development (DSDM); Pragmatic Programmer


Übersetzungs-Glossar

Die deutschen und englischen Entsprechungen vieler wichtiger Begriffe finden Sie im Glossar.


Historie des Stoffplans

WS 2006/2007:
  • Vorlesung erstmalig durchgeführt


Kommentare

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Topic revision: r16 - 18 Mar 2014, GesineMilde
 
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