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Wie erstellt man eine Bachelor- oder Masterarbeit?

Dieses Dokument beschreibt die Erstellung von Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten (zusammen bei uns genannt X-Arbeiten) in der AG Software Engineering. Diplomarbeiten sind nicht mehr separat erwähnt, sie funktionieren fast genau wie Masterarbeiten.

Allgemeines

  • Bachelor- und Masterarbeit sind die Abschlussarbeiten des jeweiligen Studiengangs und sollten so etwas wie die Krönung des Studiums sein.
  • Eine gute Durchführung ist intensiv. Es ist deshalb ziemlich problematisch (wenn auch nicht unmöglich), sie neben einem Nebenjob her zu machen.
  • Durchführung und Beurteilungskriterien sind förmlich in der jeweiligen Studien- und Prüfungsordnung festgelegt, die man zu Beginn des Studiums mal gründlich durchgearbeitet haben sollte. Wenn nicht: Jetzt bitte nachholen. Dort ist insbesondere geregelt, wie lang die Arbeit dauert und wie lang der Abschlussvortrag sein soll.
  • Es ist keine Schande, den ersten Anlauf zu einer Abschlussarbeit nochmal abzublasen, weil Thema oder Betreuer/in nicht richtig passen.
  • Es ist sehr wohl eine Schande, eine Abschlussarbeit zu machen, auf die man hinterher nicht wenigstens halbwegs stolz ist.

Ablauf bis zur Anmeldung

Themenvereinbarung

Es verschiedene Möglichkeiten, zu einer Arbeit bei uns in der AG Software Engineering zu kommen:
  1. Man wählt ein schon ausgeschriebenes Thema aus ThesesHome aus und kontaktiert den dort angegebenen Betreuer. Es gilt immer, dass die dort beschriebenen Themen nur grobe Vorschläge sind; sie sind bei Bedarf an eigene Wünsche, Interessen und Vorwissen anpassbar.
  2. Oder man spricht eine/n Mitarbeiter/in mit einer eigenen Idee an. Oft entsteht die aus der eigenen Arbeit bei z.B. einer Firma oder in einem Open-Source-Projekt. Wir nehmen das Thema zumeist aber nur an, wenn es mit unserer Forschung zusammenpasst (oder passend gemacht werden kann).
  3. Ein weiterer möglicher Ausgangspunkt sind Seminare und Vorlesungen unserer Arbeitsgruppe.

Eigene Ideen und Initiativen sind jedenfalls sehr willkommen! Das "Ausbrüten" eines Themas zusammen mit dem/der geplanten Betreuer/in darf durchaus ein paar Wochen dauern, während derer man sich intensiv mit der Thematik auseinandersetzt, um zu klären: a) Kann ich das? b) Will ich das? (Eine Arbeit, die mich nicht motiviert, wird zu einer Quälerei für alle Beteiligten und endet meist auch unbefriedigend) c) Stimmt die Chemie mit dem/der Betreuer/in?

Auch das Einlesen in die verfügbare wissenschaftliche Literatur gehört in diese Phase. Oft muss man diese Literatur erst finden. Der/die Betreuer/in erläutert, wie man das macht.

Interne Vorstellung

Nachdem das Thema mit dem Betreuer einigermaßen geklärt ist, findet oft eine Vorstellung bei Prof. LutzPrechelt statt (wenn der nicht sowieso schon beteiligt war). Die/Der Studierende stellt das Thema kurz selbst vor. Dies dient der Klärung, ob die/der Studierende das Thema richtig einschätzt, einer eventuellen Fokussierung auf unsere Forschung und natürlich der persönlichen Vorstellung selbst.

Externe Arbeiten (bei Firmen)

Anders läuft die Sache ab, wenn man eine Arbeit außerhalb der Universität bei einer Firma machen möchte.

Auch das ist grundsätzlich möglich, allerdings muss die Aufgabenstellung dem Anspruch genügen, dass der/die Absolventin daran zeigen kann, was er/sie nicht nur auf technischen, sondern vor allem auch auf konzeptionellem Gebiet gelernt hat (informatisches Definieren, Modellieren, Analysieren und Entscheiden). Bei Bachelorarbeiten ist der Anspruch hier wegen des geringen Zeitumfangs nicht allzu hoch, so dass das meist kein großes Problem darstellt; bei Masterarbeiten ist aber so manches Thema ungeeignet und Prof. Prechelt wird es nicht zur Betreuung akzeptieren.

Wer glaubt, ein geeignetes Thema zu haben, möge bitte ein kurzes Exposé darüber schreiben (1-2 Seiten) und damit in die SprechstundeLutzPrechelt kommen; eine Vorankündigung ist nicht nötig. (Warnung: Herr Prechelt bekommt deutlich zu viele Wünsche nach externen Abschlussarbeiten, als dass er sie alle annehmen könnte.)

Anmeldung

Nun erfolgt die offizielle Anmeldung der Arbeit im Prüfungsbüro. Dafür gibt es dort ein Formular, das von dem/der Bearbeitenden und dem/der verantwortlichen Hochschullehrer/in unterschrieben werden muss.

An diesem Punkt sollte man nach ungefähr einem Monat angekommen sein. Die häufige Vorstellung, es sei besser, die Arbeit erst anzumelden, wenn Sie schon halb fertig ist (oder gar noch später), ist falsch: Das führt zwar sehr wohl zur besseren Ausbeutung der Arbeitskraft des/der Studierenden durch die jeweilige Arbeitsgruppe, aber meistens nicht zu einer besseren Note.

Warum gibt es bei später Anmeldung keine bessere Note? Eine praktische Informatik-Arbeit enthält fast immer eine Menge von Details, denen man im Endresultat nicht mehr ansehen kann, ob sie drei Stunden oder drei Tage Zeit gekostet haben. Deshalb ist die Abschätzung, ob der Umfang des Geleisteten als groß oder klein zu werten ist, sehr ungenau und fließt deshalb nur wenig in die Note ein. Was man hingegen sehr gut sieht, ist die Qualität des Geleisteten. Die hängt aber erfahrungsgemäß vor allem vom Talent und Können ab, mit dem man in die Arbeit gestartet ist, und nicht vom Umfang der Arbeit.

Anmeldung rückgängig machen

  • Bachelor/Master (Ordnung 2007/2008) §5(6) bzw. §5(3): "Das Thema kann einmalig innerhalb der ersten drei Wochen zurückgegeben werden und gilt dann als nicht ausgegeben."
  • Bachelor/Master (Ordnung 2014) §10(7) bzw. §9(7): "Das Thema kann einmalig innerhalb der ersten vier Wochen zurückgegeben werden und gilt dann als nicht ausgegeben."

Ablauf bis zur Abgabe

Öffentliche Vorstellung

Nun oder wenige Wochen später sollten die Grundideen der Arbeit einigermaßen geklärt sein: Was werde ich tun? Wie?

Es ist bei uns üblich, die Arbeit an diesem Punkt im Rahmen eines Vortrags in unserem Seminar "Beiträge zum Software Engineering" vorzustellen: das Umfeld seines Vorhabens (Domain), die Ausgangsbedingungen, das zu lösende Problem sowie Lösungsansätze. Insbesondere sollten verwandte Arbeiten vorgestellt werden. Der Vortrag sollte zwischen 30 und 60 Minuten dauern.

Dieser Vortrag hat zwei Zwecke: Erstens sich selber über diese Punkte gute Klarheit zu verschaffen (und das gelingt am besten, wenn man es jemand anderem erklären muss) und zweitens Kommentare und Feedback zu den eigenen Ideen zu erhalten. Dazu werden im Anschluss an den Vortrag das Vorhaben und die Ideen mit den Zuhörern kritisch diskutiert; darin liegt der Hauptnutzen des Vortrags und es sollte daher nicht zu kurz kommen.

Für Bachelorarbeiten kann der Vortrag entfallen, wenn das zweckmäßig erscheint.

Durchführung

Nachdem die/der Studierende ein Thema angenommen hat, wird mit dem Betreuer ein Betreuungsverfahren festgelegt, z.B. mit zeitlichen Meilensteinen und Treffen.
Hier zwei Möglichkeiten, wie dies aussehen kann:

Wöchentliches Meeting

Wöchentliche schriftliche Statusinformationen

Zur Förderung des Informationsaustauschs innerhalb des Teams und um Schwierigkeiten bzw. Verzögerungen rechtzeitig erkennen und entsprechend handeln zu können, soll jeden Montag stichpunktartig der Status bzw. Fortschritt der Arbeit beschrieben werden und dieses entsprechend auf der Wiki-Seite der Arbeit vermerkt werden. Dabei sollen folgende Aspekte betrachtet werden:
  • Gelesenes
  • Erarbeitetes
  • Erdachtes right betrifft das Problem
  • Erkanntes right betrifft die Problemlösung
  • Ziele für die nächste Woche
  • Probleme, nicht erreichte Ziele und Kommentare
    Hier sollte darauf hingewiesen werden, wenn zu einzelnen Punkten Gesprächsbedarf mit dem Betreuer besteht
  • Aufgewendete Stunden (für die Woche und Total)
  • Bewertung des eigenen Fortschritts mit "Bin im Plan", "Hänge dem Plan hinterher" bzw. "Bin schneller als erwartet"

Die genaue Vorgehensweise kann aber von Betreuer zu Betreuer durchaus schwanken. Handelt mit Eurem/r Betreuer/in einen Arbeitsstil aus, der zu euch passt und eure Leistungsfähigkeit bestmöglich mobilisiert.

Wir erwarten Mitdenken, Selbständigkeit und die nötige Verlässlichkeit beim Einhalten von Absprachen.

Webseite ThesisX

Zu jeder X-Arbeit wird eine Webseite angelegt, die Fragestellung, Ansatz, Lösung und Erzeugnisse darstellt. Es ist erwünscht, dass auf dieser Seite der Verlauf der Arbeit dokumentiert wird. Insbesondere wenn seltenere Treffen vorgesehen sind, sollte man den Status der Bearbeitung tagesaktuell pflegen.

Namenskonvention ist Thesis[Kurzname], siehe ThesesHome für Beispiele.

Bei Implementierungsarbeiten sollte am Ende die Implementierung als Paket geschnürt zur Installation mit Installations-, Nutzer- und Referenzdokumentation zum Download bereitstehen. Ein höchstmöglicher Grad an Benutzerkomfort zum Test der Anwendung für mögliche Benutzer ist anzustreben. Erläuternde Bildschirmfotos sind in ausreichender Anzahl beizufügen.

Insgesamt soll es möglich sein, dass ein Besucher der Seite innerhalb weniger Minuten versteht, was angestrebt und erreicht worden ist. Englisch ist bevorzugt, aber nicht zwingend.

Beim Anlegen dieser Seite sollte aus dem Drop-Down-Menü bei "Use Template" die Vorlage ThesisTemplate gewählt werden, um ein einheitliches Format der Arbeiten zu erhalten.

Ausarbeitung

Jede X-Arbeit beinhaltet das Schreiben einer Ausarbeitung. Der konkrete Aufbau kann je nach Thema sehr variieren, typisch sind aber folgende grobe Grundelemente:
  • Einführung: Was ist das Problem? Warum ist es ein Problem? Wie bettet es sich in andere Arbeiten ein? Was ist nicht das Problem? Was wird nicht gelöst mit dieser Arbeit?
  • Stand der Kunst, Vergleichbare Arbeiten (right wissenschaftl. Literatur)
  • Gewählter Lösungsansatz, Alternativen, Abwägungen
  • Beschreibung besonderer Schwierigkeiten und wie sie gelöst, umgangen oder vermieden wurden (oder warum nicht)
  • Dokumentation der Durchführung und der entstandenen Artefakte
  • Evaluation (z.B. kleine Feldstudie)
  • Ausblick
  • Literaturliste

Sonstige Anforderungen an die Ausarbeitung sind:
  • Sie sollte gut strukturiert sein. Alles sollte nur einmal auftauchen und leicht auffindbar sein (Verzeichnisse, Querverweise).
  • Zwischen Titelblatt und Inhaltsverzeichnis sollte es eine Zusammenfassung geben (0,5 bis 1 Seite lang)
  • Alle Behauptungen müssen belegt werden, sei es mit einer Literaturquelle, einem sorgfältigen Argument oder mit eigenen empirischen Daten.
  • Es sollte eine klare, einfache deutsche Sprache benutzt werden. "Denglisch" ist zu vermeiden. Ausarbeitungen in Englisch werden nur akzeptiert, falls die/der Studierende Englisch eher besser beherrscht als Deutsch.
  • Wichtige Begriffe definieren.
  • Hilfreiche und treffgenaue Literaturhinweise einfügen. Dafür ist die Kenntnis der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur nötig. (Bei Bachelorarbeiten ist der Anspruch aus Zeitgründen hier niedriger.) Bitte verwenden Sie den IEEE-Zitierstil und vermeiden Sie unvollständige Einträge.
  • Ermüdende Informationsberge sollten in einen Anhang verbannt werden.

Große Länge einer Ausarbeitung ist kein Vorteil, kürzer ist meist sogar besser: Unnötiges weglassen, Nötiges knapp ausdrücken. In der Bachelorordnung von 2014 ist in §10(6) eine Länge von "etwa 7500 Wörtern" vorgesehen, in der Masterordnung von 2014 in §9(6) eine Länge von "50 bis 80 Seiten".

Übrigens ist der Titel, der auf der Anmeldung der Arbeit angegeben war, nur ein Arbeitstitel. Er kann (und sollte auch oftmals) geändert werden, wenn der schlussendliche Inhalt der Arbeit zu einem anderen Titel besser passen würde. Der Arbeitstitel sollte lediglich noch erkennbar sein (meist durch das Wiederkehren von 1-2 Schlüsselwörtern).

Bitte wählen Sie das Layout so, dass es der Übersichtlichkeit dient, nicht der Dicke des abgegebenen Papierstapels. Man kann für die Ausarbeitung zwar auch MS Word oder OpenOffice benutzen, aber mit LaTeX und BibTeX ist es wesentlich einfacher, ein professionelles Ergebnis zu erzielen.

weitere Informationen

Zweitgutachter festlegen

Spätestens kurz vor Abgabe sollte man sich einen Zweitgutachter suchen. Das ist ein/e andere/r Hochschullehrer/in, der/die ebenfalls ein Gutachten über die Arbeit macht und eine eigene Note vergibt. (Die Noten werden dann gemittelt.) Wer keine eigene Wunschvorstellung hat, kann zusammen mit dem/der Betreuer/in jemanden ausgucken.

Zweitgutachter per Email oder persönlich kurz mit einer knappen(!) Beschreibung des Themas ansprechen und um Zustimmung bitten.

Abgabe

Die fertiggestellte Ausarbeitung ist pünktlich zum Abgabetermin in drei gedruckten und gebundenen Exemplaren im Prüfungsbüro abzugeben; dabei den/die vereinbarte/n Zweitgutachter/in angeben.

Der Abgabetermin ergibt sich aus dem Anmeldetermin laut Anmeldeformular und der Dauer der Arbeit laut Prüfungsordnung. Die Dauer beträgt
  • bei der Bachelorarbeit 12 Wochen
  • bei der Masterarbeit 6 Monate

Achtung: Nicht einen Tag zu spät kommen! Wer z.B. seine Masterarbeit zum 12. Mai angemeldet hat, muss am 12. November abgeben.

Ferner ist jetzt die Webseite in perfekte Form zu bringen!

Fristverlängerung

Im Fall längerer Krankheit oder anderer schwerer zeitlicher Verhinderungen unterwegs kann beim Prüfungsausschuss mit Begründung ein Antrag auf Verlängerung (meistens zwei bis vier Wochen) gestellt werden. Dafür ist die Befürwortung des betreuenden Hochschullehrers nötig. Mit dem Betreuer absprechen! (Z.B. fünf Tage grippaler Infekt sind normales und erwartbares Pech. Das muss man eingeplant haben und ist keine Verlängerung wert.)

Ablauf nach der Abgabe

Abschlussvortrag

Bei uns erfolgt der Vortrag im Rahmen des Seminars "Beiträge zum Software Engineering" (ab 3 Wochen nach Abgabe). In der vorlesungsfreien Zeit können dafür Sondertermine angesetzt werden. Achtung: Gegen Ende der Vorlesungszeit entsteht wegen großer Nachfrage oft ein Stau. Den Termin bitte entsprechend rechtzeitig reservieren!

Den Termin bitte mit Gutachter und Zweitgutachter/in abstimmen; beide müssen beim Vortrag anwesend sein.

Der Abschlussvortrag ist Bestandteil der Durchführung und geht mit in die Note ein. (Keine Sorge: Das Gewicht ist natürlich nicht riesig, laut Ordnungen bei der Bachelorarbeit ein Sechstel (Ordnung von 2014, §10(12)), bei der Masterarbeit ein Viertel (Ordnung von 2014, §9(12)). Der Vortrag bestätigt in der Praxis meist nur das Urteil, das man sich aus den anderen Kriterien bildet.) Struktur und Dauer sind in der Prüfungsordnung geregelt wie folgt:
  • bei der Bachelorarbeit (Ordnung von 2008): "Die Ergebnisse der Bachelorarbeit werden im Rahmen einer mündlichen Abschlussprüfung, bestehend aus einem etwa 15-minütigen Vortrag mit anschließender etwa 15-minütiger Diskussion und Prüfungsgespräch, vorgestellt und wissenschaftlich eingeordnet und verteidigt." (§5(8); Ordnung von 2014: so ähnlich in §10(10))
  • bei der Masterarbeit: laut Ordnung von 2007 etwa 30 Minuten Vortrag plus anschließende Diskussion, deren Dauer nicht geregelt ist. Laut Ordnung von 2014 etwa 30 Minuten insgesamt (§9(10)).

Inhaltlich sollte der Vortrag zum einen eine Kurzdarstellung des Inhalts der Arbeit sein, zum anderen aber auch eine Eigenwerbung:
  • Was habe ich gemacht?
  • Warum war das schwierig?
  • Warum sind meine Ergebnisse als gut zu betrachten? (Aber auch: Wo hapert es noch und warum?)

Man sollte bei der Gestaltung nicht zu eng an der Ausarbeitung kleben: Es ist meist nicht möglich, alles dort beschriebene in der kurzen Zeit des Vortrags angemessen zu erklären. Weniger ist deshalb oft mehr!
Andererseits hat man im Vortrag viel leichter die Chance, Schwierigkeiten in der Problemstellung oder die Raffinesse einer Lösung gut "rüberzukriegen".
Keinesfalls ganz fehlen dürfen aber jedenfalls folgende Elemente:
  • Aufgabenstellung und deren Einordnung
  • Arbeitsansätze und -methoden
  • Ergebnisse
  • Bewertung der Ergebnisse

Der Vortrag ist ein paar Tage zuvor anzukündigen, denn er ist universitätsöffentlich. Formal gesehen handelt es sich dabei bei Bachelor und Master um eine mündliche Prüfung (siehe Prüfungsordnung). Siehe auch http://www.mi.fu-berlin.de/inf/stud/details/studienabschluss/examhints/abschlussarbeit_vortrag.html

Gutachtenabgabe

Oft (aber nicht immer) beraten sich die Gutachter sofort im Anschluss an den Vortrag über die beiden Noten und man kann seine Note ein paar Minuten später schon erfahren. Das geht natürlich nur, wenn die Gutachter die Arbeit zu diesem Zeitpunkt schon gelesen haben. Deshalb sollte man den Vortrag nicht früher als 3-4 Wochen (im Einzelfall absprechen!) nach Abgabe der Arbeit ansetzen.

Die Gutachter fertigen dann ihr Gutachten an und senden es an das Prüfungsbüro. Zu den im Gutachten angelegten Maßstäben für die Bewertung siehe Beurteilungskriterien.

Das Gutachten wird erst zum Prüfungsbüro geschickt, wenn es aus Sicht der Arbeitsgruppe keine offenen Punkte mehr gibt. In der Regel hat der/die X-Arbeiter/in eine X-Arbeiter-Quittung im Sekretariat bei Fr. Milde (Raum 013) abzugeben; im konkreten Einzelfall legt das der Betreuer der Arbeit fest.

Nach der Arbeit

Die Ausarbeitung wird über unsere Webseite ThesesHome elektronisch veröffentlicht. Dafür die PDF-Datei bitte Gesine Milde (milde@inf) zuleiten. In der Regel wird auch ein Exemplar in der Bibliothek aufgestellt.

Für eine gelungene Arbeit bietet es sich aber darüber hinaus an, auch eine knappe wissenschaftliche Veröffentlichung darüber zu schreiben (denn Abschlussarbeiten selber werden außerhalb der Institution, an der sie entstanden sind, selten wahrgenommen). Neben der interessanten Erfahrung und Herausforderung ist dies auch ein guter Einstieg in die wissenschaftliche Arbeit. Dies wird von dem/der Betreuer/in aktiv unterstützt.

Als Publikationsorte kommen vor allem thematisch einschlägige wissenschaftliche Konferenzen und Workshops in Frage, aber es gibt auch spezielle Veranstaltungen für Beiträge von Studierenden, insbesondere die Informatiktage der Gesellschaft für Informatik. 2005 sind dorthin 75 Studenten eingeladen worden.

Übrigens lohnt es sich durchaus, bei der Gesellschaft für Informatik Mitglied zu werden, um der allmählichen Verdummung und Alteisen-Werdung nach Verlassen der Universität etwas vorzubeugen und Kontakte zu knüpfen.

Beurteilungskriterien

Was macht denn nun eine gute Abschlussarbeit aus? Dazu ist erst mal anzumerken, dass aus Sicht unserer Arbeitsgruppe eine solche Arbeit Teil eines längeren Prozesses ist, der meist vor ihr begann und nach ihr weitergeht. Ziel ist es daher nicht, eine isoliert gute Arbeit abzuliefern, sondern einen bestmöglichen Beitrag zu diesem Prozess zu leisten.

Der Arbeitsstil sollte von Selbständigkeit geprägt sein, vor allem bei einer Masterarbeit. Dennoch findet eine regelmäßige Absprache mit dem Betreuer statt, die kooperativ von beiden Seiten verlaufen sollte. Verlässlichkeit ist dabei eine wichtige Eigenschaft.

In der Regel wird die Arbeit auch einen praktischen Teil haben, z.B. die Erstellung von Software, die Erhebung oder Analyse von Daten etc. Wir stufen grundsätzlich solidere und hochwertigere Arbeiten höher ein als umfangreichere Arbeiten. Dazu gehört insbesondere auch eine ausreichende Dokumentation (außerhalb der schriftlichen Ausarbeitung). Bei Software betrifft das z.B. die Codedokumentation, eine Beschreibung der Entwurfsentscheidungen und einen Testrahmen mit konkreten Testfällen. Bei Datenerhebungen und Analysen geht es um die genaue Beschreibung der Herkunft und Bedeutung der Daten bzw. Ergebnisse.

Der Betreuer erstellt ein Betreuergutachten für jede Arbeit, das folgende Punkte behandelt:
1. Arbeitsstil
 1.1 Selbstständigkeit und Absprachen
 1.2 Umgang mit Betreuer und anderen
 1.3 Verlässlichkeit
2. Qualität der Ergebnisse
3. Vorgehensweise und Methoden
4. Umfang des Erzielten
5. Beitrag zum Gesamtprojekt
6. Ausarbeitung
 6.1 Struktur
 6.2 Lesbarkeit
 6.3 Wissenschaftlichkeit
7. Vortrag
8. Gesamteindruck und Notenvorschlag

Rechte an den Arbeitsergebnissen

Wer hält die Rechte an den Produkten der resultierenden Arbeit?

Das Copyright einer Prüfungsarbeit liegt beim Studierenden. Allerdings behält die Universität ein unentgeltliches nichtausschließliches Nutzungsrecht an Schutzrechten und Urheberrechten an der X-Arbeit für satzungsgemäße Zwecke.

Wir erwarten, dass entstandene Software unter einer offenen Lizenz (z.B. BSD oder LGPL) veröffentlicht wird.

Aufbewahrungsfristen für Prüfungsunterlagen

Vom Rechtsamt empfohlene Aufbewahrungsfristen für Prüfungsunterlagen

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Topic revision: r71 - 01 Jun 2017, FranzZieris
 
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