You are here: Wiki>SE Web>TeachingHome>KursArbeitsUndLebensmethodik2004 (03 Jun 2005, precheltPCPOOL.MI.FU-BERLIN.DE)Edit

Arbeits- und Lebensmethodik WS2004/2005

Dies ist die Veranstaltungsseite zum Kurs "Arbeits- und Lebensmethodik".

Beschreibung

Wir werden in diesem Kurs gemeinsam die Fragen beleuchten, die über ein erfolgreiches Arbeiten in Studium und Beruf und ebenso über den Erfolg und die Zufriedenheit im privaten Leben entscheiden.

Dies sind meistens weniger technische Fertigkeiten als vielmehr Fragen der Persönlichkeit: Zielstrebigkeit, Selbstbewusstsein, Fähigkeit zu Konzentration und Entspannung, Entscheidungsfähigkeit, klare Kommunikation, Selbstbild, Motivation, Durchhaltevermögen.

Ziel dieses Kurses ist es, Anstöße zur und erste Fortschritte bei der gezielten und selbstgetriebenen Persönlichkeitsentwicklung zu geben.

Dieser Kurs ist ein Seminar im ursprünglichen Sinne: Eine hauptsächlich als Diskussion verlaufende Veranstaltung, in der jede/r Beteiligte etwas selbst erforscht (in diesem Fall das eigene Verhalten). Das Format ist jedoch vollkommen anders als unter dem Titel "Seminar" sonst in der Informatik gewohnt:
Es gibt keine Themenzuweisung, keine Vorträge und keine Ausarbeitungen.
Es gibt keine Leistungspunkte und keine Teilnahmescheine.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt; vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Ich erwarte von allen Teilnehmern eine offene und engagierte Mitarbeit.
Die Veranstaltung benötigt nur einen moderaten Zeitaufwand, aber einen erheblichen Einsatz von Willenskraft.


Organisatorisches

Veranstalter

Voraussetzungen/Zielgruppe, Einordnung, Leistungpunkte etc.

Siehe den Eintrag im KVV.

Die Veranstaltung ist geeignet für alle Studierenden der Informatik ab dem 5. Fachsemester. (Bei dieser Voraussetzung geht es weniger um bestimmte Fachkenntnisse als vielmehr um einen gemeinsamen Hintergrund).

Anmeldung

Zur Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung nötig. Senden Sie dafür eine Email mit Name, Matrikelnummer, Studiengang und Ihrer Semesterzahl sowie dem Veranstaltungstitel an GesineMilde (milde@inf.fu-berlin.de).

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Zum ersten Termin in der ersten Vorlesungswoche können aber nach Maßgabe der Raumkapazität zunächst alle Interessenten kommen.
Am Ende der ersten Veranstaltung können Sie dann angeben, ob Sie teilnehmen wollen; dieser Teilnahmewunsch ist verbindlich, d.h. ich erwarte von Ihnen, dass Sie dann auch tatsächlich das ganze Semester über dabei bleiben.

Alle Teilnehmer müssen ferner Mitglied in der Mailingliste SE_S_ALM sein. (Dort bitte auch den vollen Namen angeben.) Über diese Liste werden wichtige Informationen und Ankündigungen versendet. Jede/r bitte selbst dort eintragen.

Termine

  • Mo, 18:15 bis 20:30 Uhr, Raum 049, Takustr. 9

Prüfungsmodalitäten

Die Veranstaltung ist nicht prüfbar.

Es werden auch keine Teilnahmebescheinigungen irgendwelcher Art ausgestellt.

Diese Veranstaltung besuchen Sie ausschließlich für Ihre persönlichen Zwecke: zur Bildung, nicht Ausbildung.


Inhalt

  1. Einführung:
    Überblick über den Inhalt; Methodik des Kurses; Charakter der Teilnahme; Aufwand für die Teilnahme; Persönliche Stärken und Schwächen ("Kuchenstücktheorie"); Klärung der Erwartungen der Teilnehmer; Literaturtipps
    Hausaufgabe: "Meine 3 größten Erfolgserlebnisse der letzten 3 Monate"
  2. Zielsetzung:
    Erwartungen klären; Was ist ein Ziel?; Wünsche versus Ziele; Die Regeln der Zielsetzung; psychologische Begründungen der Regeln; Anwendung auf die aktuelle Studiensituation; Erwartungen abgleichen
    Hausaufgabe: Ziele für die laufende Woche festlegen; Ziele für das aktuelle Semester festlegen
  3. Erfolg und Wirklichkeit:
    Erfolgserlebnisse austauschen; Erwartungen klären; Was ist Erfolg?; Bereiche von Erfolg; Was hindert mich am Erfolg? ("Probleme"); Was ist ein Problem?; Wahrnehmung und Wirklichkeit; Problemzerlegung; Woran messe ich Erfolg?; Erwartungen abgleichen
    Hausaufgabe: Ziele für laufende Woche festlegen; 5 Probleme mit den 3 Schritten bearbeiten
  4. Selbstvertrauen/Selbstwertgefühl:
    Zielerreichung von letzter Woche besprechen; Erfolgserlebnisse austauschen; Erwartungen klären; Wodurch wächst das Selbstvertrauen?; Wenn ich mich gut fühle, warum tue ich das?; Umgang mit Fehlern; Regeln des Selbstvertrauens; Selbstvertrauen und Krankheit; verletzende Äußerungen; Erwartungen abgleichen
    Hausaufgabe: Wann wuchs mein Selbstvertrauen stark? (3 Beispiele finden); Keirsey Temperament Sorter absolvieren (Wichtig: Stellen Sie sich dabei vor, Sie seien in einer erfreulichen, entspannten Situation ohne jede Zwänge, z.B. Freizeit/Urlaub mit angenehmer Atmosphäre; überspringen Sie maximal jede 10. Frage)
  5. Konzentration und Entspannung:
    Erfolgserlebnisse austauschen; Erwartungen klären; MBTI-Persönlichkeitstypen und Konzentrationsfähigkeit; Konzentration = Motivation + Interesse; Voraussetzung: Ziel; Methode: Programmierung des Unterbewusstseins; Abwechslung von Konzentration und Entspannung; Entspannung als Ignorieren von Nichtzielen; Rolle des Persönlichkeitstyps (MBTI); Spezielle Techniken: Gedächtnistechnik, Lesetechnik; Erwartungen abgleichen
    Hausaufgabe: Zwei Stellen identifizieren, an denen ich meine Konzentration oder Entspannung verbessern möchte. Evtl. als Ziel.
  6. Entscheidungsfreude:
    Erfolgserlebnisse austauschen; Erwartungen klären; Was ist wichtig daran? die zweitbeste Wahl ist besser als keine Entscheidung; Ich muss mit meiner Entscheidung leben können, nicht andere; Meine Entscheidung ist nicht auf andere übertragbar und umgekehrt; Meine früheren Entscheidungen müssen heute nicht mehr gültig sein; Ich weiß genau was ich will; Vermeide Entscheidungsdruck durch rechtzeitiges Entscheiden; Was kann schlimmstenfalls passieren?; Erwartungen abgleichen
    Hausaufgabe: Im Laufe der Woche 1-2 überfällige Entscheidungen fällen.
  7. Klare Beziehungen:
    Erfolgserlebnisse austauschen; Erwartungen klären; Ich äußere meine Erwartungshaltung stets klar (und erfrage die des anderen); Angepasste Aggressivität: "Das finde ich gut" / "Das finde ich nicht gut"; Konflikte zwischen Klärungen und Persönlichkeitstypen; 4 Aspekte einer Nachricht: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehungsaussage, Appell; Zuhören; Positive Ausstrahlung; Höflichkeit; Fehler zugeben; Erwartungen abgleichen
    Hausaufgabe: 2 Personen finden, mit denen ich eine Erwartungshaltung zu klären habe. Mit mindestens einer davon ein klärendes Gespräch durchführen.
  8. Kommunikation 2: Verhandeln:
    Erfolgserlebnisse austauschen; Erwartungen klären; Trenne die Menschen vom Problem; Konzentriere Dich auf Interessen, nicht auf Positionen; Entwickle Optionen zum beiderseitigen Vortei; Bestehe auf objektive Kriterien; Was, wenn die Gegenseite mächtiger ist als ich?; Was, wenn die Gegenseite schmutzige Tricks einsetzt?; Erwartungen abgleichen
    Quellen: Beispiele aus "Getting to yes"
    Hausaufgabe: Finden Sie 2 Beispiele aus der Vergangenheit, wo Ihnen diese Vorgehensweise geholfen hätte. Spielen Sie durch, wie es dann hätte ablaufen können.
  9. Image und Selbstimage:
    Erfolgserlebnisse austauschen; Erwartungen klären; Selbstbild und Fremdbild; Wozu ein Image?; Was macht ein gutes Image aus?; Kernbestandteile: Souveränität, positive Ausstrahlung; Voraussetzungen: Ich tue nur Dinge die zu mir passen, ich habe eine positive Einstellung, ich weiß dass Kritik nur etwas über den Kritiker aussagt; 42 Leitlinien zum Thema ("Imageliste"); Erwartungen abgleichen
    Quelle: Liste mit Leitlinien.
    Hausaufgabe: 2 Punkte der Imageliste auswählen, an denen ich in den nächsten Monaten arbeiten will
  10. Motivation:
    Erfolgserlebnisse austauschen; Erwartungen klären; Freiheit heißt nicht "Tun, was ich will", sondern "Wollen, was ich tue"; "ich darf" vs. "ich sollte" vs. "ich muss"; Ziele als Quelle von Motivation; Begeisterung zur Verstärkung der Motivation; Zweifel als Hemmer von Motivation; Wechsel der Betrachtungsweise zur Umwandlung von Demotivation in Motivation; Motivation und MBTI-Typ; Regeln der Motivation; Erwartungen abgleichen
    Hausaufgabe: Lesen Sie die Geschichte "Getting Through University". Was ist die "Moral von der Geschicht'"?
  11. Mut und Konsequenz:
    Erfolgserlebnisse austauschen; Erwartungen klären; "Sowas tut man doch nicht"?; "Was sollen denn die Leute denken"?; "Ich ahme lieber mein Vorbild nach"?; "Immer nur Ziele verfolgen ist verkrampft und unspontan"?; "Aber wird es auch klappen"?; Nur ich kann wissen, was für mich richtig und wichtig ist; Ich sollte nur so mutig sein, wie ich es nach meiner Erfahrung verantworten kann; Ich bin dann konsequent, wenn Konsequenz zielführend ist; Ich brauche nur genug Mut und Konsequenz, um den jetzigen Augenblick zu meistern; Inkonsequenz muss ich teuer bezahlen, denn sie legt den Grundstein für etwas, das ich gar nicht will; Wer sich nicht konsequent selbst motiviert, wird von anderen motiviert -- für deren Ziele; Mut ist ebenso richtig und wichtig wie Vorsicht; Ich übernehme immer mehr Verantwortung für mein eigenes Leben; Erwartungen abgleichen
    Hausaufgabe: Finden Sie die drei wichtigsten Fälle in Ihrem Leben, wo Sie nicht konsequent waren? War das nötig? Sinnvoll? Wäre es zu vermeiden gewesen?
  12. Programme entdecken und bearbeiten:
    Erfolgserlebnisse austauschen; Erwartungen klären; Was ist ein Programm?; Was ist von Programmen zu halten?; Wie entdeckt man ein Programm?; Wie bearbeitet (neutralisiert) man ein Programm?; Liste 1: Was war bislang gut daran, das Programm zu haben?; Liste 2: Was war bislang schlecht daran, das Programm zu haben?; Liste 3: Was ist gut daran, das Programm jetzt abzulegen?; Vorsicht: Das Unterbewusstsein hält dagegen!; Üben: Ein Programm entdecken und die Listen beginnen; Erwartungen abgleichen
    Hausaufgabe: Die Listen 2 und 3 auf je mindestens 20 Punkte ausweiten und täglich einmal lesen (und ggf. weiter erweitern)
  13. "Soft Skills"?:
    Erfolgserlebnisse austauschen; Erwartungen klären; Die sogenannten "soft skills" verlangen weniger nach technischen Fertigkeiten als vielmehr nach einer gut entwickelten Persönlichkeit;
    Zeitmanagement = Zielsetzung + Konzentration;
    Konfliktmanagement(Mediation) = Klare Beziehungen + Finden gemeinsamer Ziele;
    Moderation = Zielsetzung + Konzentration + Klare Beziehungen + Mut und Konsequenz + schnelle Auffassungsgabe;
    Teamarbeit = Konfliktmanagement + Moderation;
    Rhetorik und Präsentation = Zielsetzung + Klare Beziehungen + strukturiertes Denken;
    Erwartungen abgleichen
    Hausaufgabe: 1 Woche stringentes Zeitmanagement durchführen.
  14. Besprechung der Buch-Personen, Fragestunde: Erfolgserlebnisse austauschen; Erwartungen klären; Wir wollen anhand der fiktiven Personen unser Verständnis der Themen diskutieren und überprüfen: Welche besonderen Stärken und evtl. Schwächen (bezogen auf die Themen) hat jede Figur? Was sind Belege dafür aus ihrem Verhalten?; Erwartungen abgleichen
    Hausaufgabe: 3 Ziele für den Rest dieses Jahres definieren. (Achtung: Weniger ist mehr!)
  15. Zusammenfassung:
    Erfolgserlebnisse austauschen; Ziele aus der letzten Hausaufgabe vorstellen; Sammlung: Was haben Sie mitgenommen?; Möglichkeiten zur weiteren Entwicklung: Seminare, Bücher; Besprechung der Bücher; Die Arbeit an Ihrer Persönlichkeit fängt erst an!
    Hausaufgabe: üben üben üben; VIEL ERFOLG!


Literatur

Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung:
  • Seminar "Die Spielregeln des Erfolgs", Pallas-Seminare
    • 8 Monate lang wirklich anfangen, die Persönlichkeit zu entwickeln. Sehr empfohlen! Am besten gemeinsam mit dem Lebenspartner machen.

Empfohlene Bücher:
  • Alfred Stielau-Pallas: "Ab heute erfolgreich"
    • Klassiker von 1982. Deckt im Prinzip alle Themen ab, benutzt aber als Blickwinkel vorrangig übergeordnete Aspekte (die wir im Kurs (zu) wenig betont haben): Energieeinsatz, Einstellung/Weltsicht, Unterbewusstsein, ethisches Verhalten.
  • Vera Birkenbihl: "Erfolgstraining -- Schaffen Sie sich Ihre Wirklichkeit selbst"
    • Ein Buch für die wissenschaftlich Neugierigen (z.B. NT-Persönlichkeiten): Liefert auch psychologische Begründungen mit. Hauptblickwinkel hier ist die Wahrnehmung der Welt und Einstellung zu ihr.
  • Bodo Schäfer: Die Gesetze der Gewinner
    • Sehr strukturiert geschrieben (leider dadurch auch etwas zersplittert: 30 Gesetze). Sehr kompakt, knackig, mit Praxisübungen: sehr empfehlenswert. (Hauptempfehlung für SJ-Persönlichkeiten)

Bücher zu spezielleren Themen:

Diskussionsgrundlagen:


(Kommentare)

Wenn Sie Anmerkungen oder Vorschläge zu dieser Seite haben, können Sie sie hier (möglichst mit Datum und Name) hinterlassen:

(noch mehr) Literatur zum Thema Kommunikation, vier Seiten einer Nachricht:
  • Ullrich Günther; Wolfram Sperber: "Handbuch für Kommunikations- und Verhaltenstrainer"
-- TatjanaHeuser - 13 Oct 2004
Topic revision: r17 - 03 Jun 2005, precheltPCPOOL.MI.FU-BERLIN.DE
 
  • Printable version of this topic (p) Printable version of this topic (p)