HerbstKongressBerlinerMNU2013

Der 11. MNU-Kongress des Berlin-Brandenburger Landesvereins MNU

Vom 05 bis 06. September 2013 findet in Berlin,

an der Freien Universität,

der 11. MNU-Kongress des Berlin-Brandenburger Landesvereins MNU statt.

Das Programm der Informatik ist am Donnerstag, den 5. September .

Informatik-Programm

Im Raum: KL 29/208

  • 11:00 - 12:30 Nadine Bergner, RWTH Aachen: Die Vielfalt der Informatik erfahrbar machen
  • 13:30 - 14:30 Falko Ripsas, Institut für Informatik, FU Berlin: Basiskonzepte in der Informatik
  • 14:45 - 15:45 Carsten Schulte, Didaktik der Informatik, N.N.FU Berlin: Freie Unterrichtsmaterialien aus dem MI.Lab

Die Vielfalt der Informatik erfahrbar machen

Was ist Informatik eigentlich? Auf diese Frage gibt es über 7 Mio. Google-Treffer und wahrscheinlich sogar fast so viele unterschiedliche Antworten. Diese Vielzahl an Meinungen, was die Informatik ausmacht, ist vor allem in den unterschiedlichen Sichtweisen auf diese Disziplin begründet. So unterscheiden sich die Blickwinkel von Kindern und Jugendlichen, Eltern, Großeltern, Computernutzern (in Freizeit oder Beruf), -verkäufern, Programmierern, Softwareentwicklern, Informatikern und auch Fachdidaktikern stark. Auch wenn für den Einen Informatik in erster Linie Umgang mit dem PC bedeutet und der Nächste darin das Verbessern der Programmlaufzeit eines Sortieralgorithmus um eine Nanosekunde versteht, soll hier ein Versuch unternommen werden dem Kern der Informatik ein Stück näher zu kommen. Diese Diskussion ist entscheidend, um auch der Zukunft der Informatik – also den Schülerinnen und Schülern – dieses „reale“ Bild der Informatik mit auf den Weg zu geben. Als eine beispielhafte Möglichkeit dieses Bild bei Kindern und Jugendlichen auszubilden und zu vertiefen wird das Schülerlabor Informatik InfoSphere der RWTH Aachen präsentiert. Seit zwei Jahren werden dort zahlreiche Module zu verschiedenen Teilbereichen der Informatik für die Klassenstufen 3 bis 13 angeboten und diese auf ihre jeweiligen Veränderungen der Schülervorstellungen über Informatik hin untersucht.
Im ersten Teil des Vortrags wird der Frage nachgegangen „Was sind eigentlich die wichtigen Aspekte für ein realistisches Bild der Informatik?“. Dabei werden die Sichtweisen von Fachwissenschaftlern, Fachdidaktikern, professionellen Informatikern, aber auch die intuitiven Vorstellungen eines jeden Laien zusammengefügt und zu einem „Kernbild“ der Informatik vereint. Dabei geht es zum einen darum, was sind die entscheidenden Ideen, Konzepte und Methoden der Informatik, welches Bild einer Informatikerin bzw. eines Informatikers soll vermittelt werden und welche Informationen benötigen die Schülerinnen und Schüler über den Informatikunterricht bzw. das Informatikstudium. Anschließend soll anhand der einiger InfoSphere-Module dargestellt werden, wie diese Aspekte im Rahmen von Ein-Tages-Workshops an Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen vermittelt werden können. Anhand erster Evaluationsergebnisse wird abschließend die Veränderung der Schülervorstellungen nach dem Modulbesuch dargestellt. Eine erweiterte Vorstellung der konkreten Materialien erfolgt ab 14:45 (im selben Raum)

Basiskonzepte in der Informatik

  • KL 29/208 *13:30 - 14:30
  • Falko Ripsas, Institut für Informatik, FU Berlin:

Aus Sicht der Lehrenden können die Basiskonzepte insbesondere dazu verwendet werden, einzelne Themen auf alternative fachliche Schwerpunktsetzungen zu analysieren. Somit wird vermieden dass bestimmte Inhalte „automatisch“ mit bestimmten Schwerpunkten unterrichtet werden.Durch die aktive Reflektion verschiedener Perspektiven auf einen Fachinhalt vernetzen die Lehrenden außerdem bewusst Fachinhalte miteinander und die Gefahr sinkt, dass einzelne Fachinhalte getrennt „nebeneinander“ unterrichtet werden. Aus Sicht der Lernenden bietet die immer wiederkehrende Beschäftigung mit den Basiskonzepten in Form eines Spiralcurriculums „informatischer Perspektiven“ die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Erkenntnisse zu vernetzen und von so sukzessive eine Bild informatischer Dimensionen zu entwickeln. Die Grundidee der Basiskonzepte besteht also darin, Prinzipien oder Begriffe zu formulieren, die es Schülern und Lehrern ermöglichen jeden Inhalt/jedes Thema des Fachunterrichtes aus der Perspektive jedes einzelnen Basiskonzeptes zu betrachten. Dabei können die verschiedenen Basiskonzepte natürlich unterschiedlich gewichtet werden, jedes Basiskonzept muss aber grundsätzlich angewandt werden können. Insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern ist der Einsatz von Basiskonzepten aus diesem Grunde bereits etabliert. Betrachtet man Informatik als Teil der MINT-Fächer wird deutlich, dass die zukunftsfähige Vernetzung von Wissen entscheidend für den langfristigen Lernerfolg der Schüler ist.

Freie Unterrichtsmaterialien aus dem MI.Lab

MI.Lab, Didaktiken der Mathematik und Informatik, FU Berlin; Infosphere, RWTH Aachen:

Wir stellen Kursideen und -materialien aus den Schülerlaboren MI.Lab (FU Berlin) und Infosphere (RWTH Aachen) vor. Die Unterrichtsmaterialien sind für den Mathematik- und Informatikunterricht gedacht. Wir laden zum Anfassen, Ausprobieren und Mitnehmen ein, zu den Themen:
  • Metadaten aus dem Mobilfunknetz analysieren
  • Sind wir mit dem Neandertaler verwandt? Ein Kurs zum Thema Bioinformatik
  • Das SmartGrid
  • QR-Codes ohne Computer lesen
  • Konkrete Kunst: Mit Mathematik Bilder malen und verstehen
  • Kürzeste Wege

  • "Erste eigene App programmieren - Einstieg in den App Inventor"
  • "Theoretische Informatik mit Lego - die Lego-Turingmaschine"
  • "Das Haus der Zukunft - Hausautomation mit Mikrocontrollern"
  • "Medienmanipulation leichtgemacht"


Raumplan

Topic revision: r4 - 30 Aug 2013, CarstenSchulte
 
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