Die Informationen, die du auf diesen Seiten findest, wurden im Rahmen eines Projekts von Studierenden im Master-Studiengang Bioinformatik im Wintersemester 2009/10 erstellt. In der Navigation auf der linken Seite findest du entsprechende Unterkategorien zum Thema. Rechts findest du Links zum Flyer und zur Präsentation.
Was ist Bioinformatik?
Die Bioinformatik ist eine relativ junge, interdisziplinäre Wissenschaft, die Probleme der modernen Biologie und Biochemie mit den Methoden von Informatik und Mathematik behandelt. Der Schwerpunkt kann sowohl auf den biologischen Fragestellungen liegen als auch auf der Methodenentwicklung und den damit verbundenen algorithmischen und mathematischen Problemen.
Für wen eignet sich das Bioinformatik-Studium?
Die Lebenswissenschaften (Molekularbiologie, Chemie, Biochemie und Physiologie) gehören genauso zum Lehrstoff wie die Formalwissenschaften Mathematik und Informatik. Das Studium der Bioinformatik setzt also Interesse an beiden Gebieten voraus! Es ist vergleichsweise anspruchsvoll und arbeitsintensiv und verlangt ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen. Ebenso wichtig wie die Fähigkeit, sich komplizierte Sachverhalte eigenständig zu erschließen, ist Teamgeist, denn es wird oft in Gruppen gearbeitet.
Als Belohnung für die harte Arbeit winken ein zügiger Studienabschluss, der Umgang mit spannenden, brandaktuellen Themen und großartige Berufsaussichten in einem zukunftsorientierten Forschungszweig.
Ob Bioinformatik das richtige Studium für dich ist, kannst Du am besten mit dem Eignungstest herausfinden!
Wie ist das Studium organisiert?
Das Bioinformatik-Studium an der Freien Universität ist zweistufig, d.h., es gliedert sich in einen Bachelor- und einen Masterstudiengang. Der Bachelorstudiengang ist bereits berufsqualifizierend, umfasst sechs Semester Regelstudienzeit und wird mit dem akademischen Grad des Bachelor of Science (B.Sc.) abgeschlossen. Ziel des darauf aufbauenden, viersemestrigen Masterstudienganges ist es, auf eine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Bereich der Bioinformatik vorzubereiten. Der Hochschulgrad Master of Science (M.Sc.) ist dem deutschen Universitätsdiplom gleichwertig und berechtigt zur Promotion.
Eine Besonderheit dieser Studienform ist das studienbegleitende Prüfungssystem: Für jede erfolgreich besuchte Lehrveranstaltung erhält man eine bestimmte Anzahl Credits (ECTS = European Credit Transfer System) sowie eine Note. Hieraus errechnet sich am Schluss die Endnote. Eine Zwischen- oder Abschlussprüfung gibt es nicht.
Wer ist zuständig für das Studium?
Bioinformatik ist ein fächerübergreifender Studiengang, d.h. es gibt keinen eigenen Fachbereich.. Insgesamt verantwortlich für den Studiengang ist die »Gemeinsame Kommission Bioinformatik (GK). Sie setzt sich zusammen aus Vertretern der drei beteiligten Fachbereiche:
Biologie, Chemie, Pharmazie
Mathematik und Informatik
Charité Berlin
Für die Verwaltung und die ordnungsgemäße Durchführung des Studienganges sind das Koordinatons- und. das Prüfungsbüro zuständig.
Warum Bioinformatik an der Freien Universität studieren?
Die Freie Universität ist Gründungsmitglied des BCB (Berliner Zentrum für genombasierte Bioinformatik), in dem sich das Max-Planck-Institut für molekulare Genetik (MPI) , das Max Delbrück Zentrum (MDC), das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik (ZIB), sowie die Humboldt-Universität zu Berlin zusammengeschlossen haben.
Das Studium bereitet sehr gezielt auf die spätere berufliche Tätigkeit vor: Berufspraktikum (Bachelor) und Forschungspraktikum (Master) sind feste Bestandteile des Studienprogramms. Durch die enge Zusammenarbeit der BCB-Institutionen haben Studierende der Bioinformatik die Möglichkeit, schon während der Ausbildung Kontakte zu diesen renommierten Forschungseinrichtungen herzustellen und an Projekten mitzuwirken. Auch einige der zahlreichen Biotechnologiefirmen, die sich in und um Berlin angesiedelt haben, bieten unseren Studierenden Praktikumsplätze, oft mit der Perspektive auf eine spätere Anstellung.
Trotz herrschender Sparzwänge hat die Freien Universität nicht auf Investitionen im Bereich der Bioinformatik verzichtet. In 2002 etwa konnte eine Professur für algorithmische Bioinformatik besetzt werden. Insgesamt wurden im Rahmen des BCB drei Professuren sowie sieben Forschungsgruppen eingerichtet. Dadurch ist eine hohe Qualität von Forschung und Lehre gewährleistet. Zu unseren Dozenten gehört u.a. der Max-Planck-Forschungspreisträger Prof. Martin Vingron, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin.(Pressemitteilung)
